Vorschule

Wie kann man die auditive Wahrnehmung fördern?

Am besten trainiert man die verschiedenen Bereiche der auditiven Wahrnehmung unabhängig voneinander.
 

Auditive Aufmerksamkeit

 

  • Man erzählt dem Kind eine Geschichte und jedes Mal, wenn es ein bestimmtes Wort hört, muss es in die Hände klatschen.
     

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  • Das Spiel „Simon sagt“ eignet sich hervorragend, um nur das zu tun, was Simon sagt und nicht, was er tut. 
    Spielregel: Eine Person steht vor einer Gruppe Kinder, spricht und macht vor. Wenn diese Person sagt: „Simon sagt, hebt die Hände!“ dann heben alle die Hand. Wenn die Person aber sagt: „Hebt die Hände!“, dann ist der Auftrag ungültig, da es nicht Simon gesagt hat. Um das ganze noch schwieriger zu machen, kann die Person die Aufträge immer abwechselnd vormachen oder die Gruppe Kinder anders ablenken, indem etwas völlig anderes vorgemacht wird.

 

 

Auditive Differenzierung

 

  • Das Spiel „Bello, Bello, dein Knochen ist weg!“ übt das richtungsgenaue Hinhören. 

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Spielregel: Eine Gruppe Kinder sitzt am Boden im Kreis und ein Kind spielt den Hund, der in der Mitte des Kreises schläft. Der Hund hat einen Knochen vor sich liegen. Der Knochen sollte ein Geräusch machen, wie z. B. eine Glocke oder ein Schlüsselbund. Ein Kind aus dem Sitzkreis darf nun den Knochen entwenden und einem beliebigen anderen Kind im Sitzkreis geben. Der Knochen muss schnell versteckt werden, weil die anderen Kinder bereits rufen dürfen: „Bello, Bello, dein Knochen ist weg!“ Das Kind in der Mitte darf jetzt den Knochen so lange suchen, bis es ihn gefunden hat. 
 

  • Beim Lernen der Buchstaben kann man die Laute mit Gebärden unterstützen. Zum Beispiel zeigt man auf die Nase, wenn man den Laut N ausspricht. 
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Auditives Gedächtnis

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  • Beim Singen lernen Kinder Liedtexte, Melodien und Rhythmen auswendig. Viele Kinderlieder eignen sich besonders, da sie wiederholende Refrains aufweisen.  
     
  • Das Spiel „Geräuschememory“ hilft dabei, Geräusche zu unterscheiden und sich zu merken, wo welches Geräusch versteckt ist.
    Spielregel: Für dieses Spiel muss man zuerst Vorbereitungen treffen. So könnte man kleine Verpackungen von Süßigkeiten sammeln oder aber auch undurchsichtige Döschen kaufen. Diese kleinen Verpackungen befüllt man paarweise mit verschiedenen Dingen, die Geräusche erzeugen können: Reis, Mais, Perlen, Watte, Nägel, Knöpfe ... Danach spielt man wie gewohnt Memory, nur dass man sich keine Bilder, sondern Geräusche merken muss. 

 

 

Auditive Serialität

 

  • Man zählt einem Kind eine Reihe von Wörtern auf und es soll das Wort herausfiltern, welches zweimal gesagt wurde. Zum Beispiel sagt man: „Tisch, Fisch, Lampe, Tasche, Fisch, Lasche, Stuhl. Welches Wort habe ich zweimal gesagt?“
     

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  • Das Spiel „Koffer packen“ kennt fast jeder und man kann es ohne jegliches weiteres Hilfsmittel überall spielen.
    Spielregel: Eine Person beginnt einen Satz: „Ich packe meinen Koffer und nehme ein Handtuch mit.“ Die zweite Person wiederholt nun diesen Satz und fügt etwas Weiteres hinzu: „Ich packe meinen Koffer und nehme ein Handtuch und eine Badehose mit.“ Das kann man so lange spielen, bis sich niemand mehr an die Reihenfolge der gepackten Dinge erinnern kann.  

 



 


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